Warum ich Christ bin

Auf welchem Fundament bauen wir unser Leben auf, damit es trägt? Auch und gerade in herausfordernden Zeiten? Ich hab über mein Fundament nachgedacht. Warum ich Christ bin – ein Antwortversuch…

Vor 20 Jahren fand in meinem Leben ein grundlegender Paradigmenwechsel statt. Das war meine persönliche Entscheidung für ein Leben als Christ. Lange sah es gar nicht danach aus. Ich bin zwar in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen. Meine Reaktion darauf aber war Rebellion. Während meiner Teenagerzeit war mir der Glaube meiner Eltern suspekt. Ich schämte mich dafür und wollte nichts damit zu tun haben.

Was führte nun zu meiner Entscheidung, welche Auswirkungen hatte sie und warum bin ich heute noch Christ? Ein Antwortversuch in Stichworten. Ich bin Christ, …

  • weil ich positive Veränderung in unserer Familie erlebt habe. Frieden statt Streit, Freiheit statt Druck, Zuversicht statt Zukunftsangst. Der Glaube brachte neue Lebensqualität.
  • weil meine Identität jetzt geklärt ist. Früher war ich innerlich oft unsicher – und habe das hinter einer ziemlich stolzen Fassade verborgen. Heute weiß ich, wer ich bin: ein Kind Gottes – das entspannt ungemein.
  • weil ich meinen Selbstwert nicht mehr erarbeiten muss. Gott hat mich geschaffen, deshalb bin ich wertvoll. Früher leistete ich, um wertvoll zu sein. Heute darf ich leisten aus einem geschenkten Selbstwert heraus.
  • weil ich durch den Glauben Gewissheit gewonnen habe. Eine Gewissheit des Weges. Ich weiß, woher ich komme und wohin ich gehe. Das gibt mir einen stabilen Kontext, in dem ich mich sicher bewegen kann.
  • weil Orientierung in mein Leben kam. In Gottes Wort, der Bibel, habe ich einen Leitfaden gefunden, an dem ich mich ausrichten und anhand dessen mein Leben gelingen kann. In meinem Fall brachte das Klarheit statt Nebel, Orientierung statt Verwirrung.
  • weil ich dringend mehr Ressourcen brauche, als ich selbst zur Verfügung habe. Früher war ich auf meine eigene Kraft und Weisheit begrenzt. Heute kann ich im Gebet um Weisheit bitten, mich zurückziehen und Inspiration suchen. Innere Stärkung auch in schwierigen Umständen ist möglich.
  • weil ich jetzt weiß, wofür ich lebe. Stärken und Visionen sind mir vom Schöpfer gegeben, damit ich in meinem Umfeld einen positiven Beitrag leiste. Es geht nicht nur um mich, es geht auch um die anderen. Das erfüllt.
  • weil ich in der Schönheit und Komplexität der Schöpfung viele Hinweise auf den Schöpfer entdecke und die zentralen Leitgedanken der Bibel meine Fragen nach dem Woher, Wohin und Warum des Lebens überzeugend beantworten.
  • weil ich die Dinge zu Ende denken und die richtigen Konsequenzen ziehen möchte. Die Bibel sagt, dass es nur einen Weg zur Ewigkeit bei Gott gibt, nämlich Jesus. Wenn ich das ernst nehme und mit meiner Entscheidung für oder gegen Christus bestimme, wo ich diese Ewigkeit verbringe, dann möchte und muss ich heute die Weichen richtig stellen.
  • weil der Gott der Bibel all dem menschlichen Leid und Drama nicht distanziert gegenübersteht, sondern mitten in selbiges hineingekommen ist und selbst durchlitten hat. Das unterscheidet das Christentum von jeder Religion. Es geht nicht um Do´s und Don`t`s, sondern um den Gott, der persönlich rettet. Wie Dietrich Bonhoeffer sagte: „Jesus ist nicht gekommen, eine neue Religion zu bringen, sondern das Leben“. Der gekreuzigte Christus ist eine Provokation – und gleichzeitig die größte Hoffnung.

Hab ich manchmal Zweifel? Es gibt viele Fragen, auf die ich keine Antworten habe. Aber ich weiß genug, um zu handeln. Haben andere Weltanschauungen und Lebensentwürfe Platz? Absolut! Wir sind für die freie Wildbahn geschaffen. Aber lasst uns um das beste Konzept ringen. Und danach suchen, was wirklich trägt.

Peter Drucker, der große Managementdenker, wurde einmal gefragt: „Peter, why are you a follower of Christ?“ Seine knappe Antwort war: „Simply, it´s the best deal!“